Einer der wichtigsten Gründe, warum Festgeld als sicheres Produkt gilt, ist das EU-weit geltende System der gesetzlichen Einlagensicherung. Es garantiert Einlegerinnen und Einlegern im Fall einer Bankeninsolvenz die Rückzahlung ihrer Einlagen bis zu einem bestimmten Betrag.

Wie hoch ist die gesetzliche Sicherungsgrenze?

Gemäß EU-Recht sind Einlagen pro Kunde und pro Bank bis zu 100.000 Euro durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Das gilt sowohl für Festgeld- als auch für Tagesgeldkonten. Führen Ehepartner getrennte Konten, gilt dieser Schutz für jede Person separat.

Blick von unten auf Wolkenkratzer
Viele große Banken sind zusätzlich zur gesetzlichen Sicherung freiwilligen Einlagensicherungsfonds angeschlossen.

Freiwillige Einlagensicherungsfonds

Zahlreiche deutsche Privatbanken sind Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds, der Einlagen weit über die gesetzliche Grenze von 100.000 Euro hinaus absichert. Diese Fonds sind nicht verpflichtend, und ihr Umfang unterscheidet sich von Bank zu Bank – bei größeren Beträgen lohnt sich daher ein genauer Blick, ob und in welchem Umfang die Bank einem solchen Fonds angehört.

Wie Sie Ihr Risiko reduzieren können

  • Achten Sie bei größeren Ersparnissen darauf, nicht mehr als 100.000 Euro bei einer einzigen Bank zu halten.
  • Verteilen Sie überschüssige Beträge auf mehrere Banken ("Diversifikation"), um jedes Konto innerhalb der Sicherungsgrenze zu halten.
  • Prüfen Sie, welchem nationalen Sicherungssystem die Bank angehört – außerhalb der EU können andere Regeln gelten.
  • Suchen Sie auf der offiziellen Website oder in den Vertragsunterlagen nach einer klaren Angabe zum Sicherungsfonds.
Wer das Sicherungssystem versteht, verfolgt eine Sparstrategie, die nicht nur auf Rendite, sondern auch auf Sicherheit achtet.

Fazit

Die Einlagensicherung ist einer der zentralen Bausteine, die Festgeld zu einer risikoarmen Anlageform machen. Der Schutz ist jedoch nicht unbegrenzt: Wer diese Grenzen kennt und seine Strategie entsprechend ausrichtet, kann sich im Fall einer Bankenkrise vor größeren Verlusten schützen.

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