Eine der grundlegendsten Entscheidungen bei der Geldanlage ist die Wahl zwischen risikoarmen, festverzinslichen Produkten und marktschwankungsanfälligen Investmentfonds. Vergleichen wir Festgeld und Investmentfonds entlang von drei zentralen Kriterien: Risiko, Rendite und Liquidität.
Risikovergleich
Bei Festgeld ist Ihr Kapital im Rahmen der Einlagensicherungsgrenzen weitgehend geschützt und unabhängig von Marktschwankungen. Investmentfonds hingegen bestehen aus Aktien, Anleihen oder Mischanlagen, deren Wert täglich schwanken kann – kurzfristig besteht ein Verlustrisiko.
Renditepotenzial
Festgeld bietet eine feste, von Anfang an bekannte Rendite. Investmentfonds bieten historisch betrachtet langfristig ein höheres durchschnittliches Renditepotenzial, allerdings ohne Garantie – zeitweise sind auch negative Renditen möglich.
Unterschied bei der Liquidität
Die meisten Investmentfonds lassen sich an Handelstagen vergleichsweise einfach kaufen und verkaufen – das bietet mehr Flexibilität als Festgeld. Ein Verkauf während einer Marktschwächephase kann jedoch bedeuten, Verluste tatsächlich zu realisieren.
Die richtige Frage lautet nicht 'was ist besser', sondern 'welches Instrument dient welchem Ziel'.
Ein ausgewogener Ansatz: Beides kombinieren
- Halten Sie Ihren Notgroschen und kurzfristige Ziele in risikoarmen Produkten wie Festgeld oder Tagesgeld.
- Für langfristige Ziele (5+ Jahre) können diversifizierte Investmentfonds passend zu Ihrer Risikobereitschaft sinnvoll sein.
- Überprüfen Sie Ihre Portfolioverteilung regelmäßig, insbesondere wenn sich Alter, Einkommenssicherheit und Risikobereitschaft ändern.
Fazit
Festgeld und Investmentfonds sollten nicht als Konkurrenten, sondern als sich ergänzende Bausteine betrachtet werden. Wer seine finanziellen Ziele in kurz-, mittel- und langfristig unterteilt und für jedes Ziel das passende Instrument wählt, verfolgt den gesündesten Ansatz.